Übersicht über die E-Mail-Migration

 

Gilt für: Office 365 for professionals and small businesses, Office 365 for enterprises, Live@edu

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-05-02

Mithilfe der E-Mail-Migration in der Exchange-Systemsteuerung können Sie E-Mails von einem lokalen Messagingsystem zur cloudbasierten Organisation migrieren. Sie können Postfächer und Postfachdaten von Microsoft Exchange Server 2010, Exchange Server 2007 und Exchange Server 2003 oder Postfachdaten aus einem IMAP-Messagingsystem migrieren. Exchange Online bietet die folgenden Migrationsarten:

Microsoft Live@edu: Wenn in Ihrer Institution Hotmail als Teil von Live@edu verwendet wird, können Sie Ihre E-Mail-Organisation ggf. zu Outlook Live migrieren. Weitere Informationen finden Sie unter Migration von Hotmail zu Outlook Live für Live@edu.

Exchange-Übernahmemigration

Verwenden Sie die E-Mail-Migration, um neue cloudbasierte Postfächer bereitzustellen und dann Postfachdaten von Ihrem lokalen Exchange-Server in die Cloud zu migrieren. Diese Migrationsart wird als Übernahme bezeichnet, da alle lokalen Postfächer als Vorbereitung für das Verschieben der gesamten E-Mail-Organisation zur Cloud migriert werden. Die Kontakte und Verteilergruppen in der lokalen Organisation werden ebenfalls migriert. Es können maximal 1.000 Postfächer aus der lokalen Exchange-Organisation in die Cloud migriert werden.

Im Fall einer Microsoft Office 365-E-Mail-Organisation müssen Sie Lizenzen neuen Postfächern zuweisen, oder sie werden deaktiviert, wenn der Kulanzzeitraum endet. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen einer Microsoft Online Services-Lizenz zu neuen Postfächern.

Funktionsweise der einfachen Exchange-Migration

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den Prozess der Übernahmemigration in Exchange. Schrittweise Anweisungen finden Sie unter Migrieren aller Postfächer zur Cloud mit einer Exchange-Übernahmemigration.

Wichtig   Vor dem Ausführen einer Exchange-Migration muss die lokale Exchange-Organisation eine akzeptierte Domäne der cloudbasierten E-Mail-Organisation sein.

  1. Starten Sie eine neue Migration mit der E-Mail-Migration, und wählen Sie eine der folgenden Exchange-Migrationsarten aus:

    • Exchange 2007 und höher – Automatische Ermittlung der Verbindungseinstellungen mit der AutoErmittlung.

    • Exchange 2003 und höher – Manuelles Festlegen von Verbindungseinstellungen.

  2. Nachdem der Migrationsdienst die Verbindungseinstellungen zum lokalen Exchange-Server überprüft hat und Sie die Migration ausführen, werden von Microsoft Exchange die folgenden Aktionen durchgeführt:

    • Anhand des Adressbuchs auf dem lokalen Exchange-Server werden die Postfächer, Verteilergruppen und Kontakte identifiziert, die in der cloudbasierten E-Mail-Organisation bereitgestellt werden sollen.

    • Die neuen cloudbasierten Postfächer werden bereitgestellt. Von Microsoft Exchange werden bis zu N Migrationen gleichzeitig verarbeitet, wobei N die maximale Anzahl gleichzeitig zu migrierender Postfächer ist, die der Administrator für die Migration festgelegt hat.

    • Verteilergruppen und Kontakte werden erstellt. Die Gruppenmitgliedschaft von lokalen Gruppen wird für die entsprechende cloudbasierte Gruppe neu erstellt. Falls ein lokales Postfach nicht migriert wird, kann dieser Benutzer nicht zur cloudbasierten Verteilergruppe hinzugefügt werden. Falls das Postfach in einer anschließenden Migration erfolgreich migriert wird, wird der Benutzer der Gruppe hinzugefügt.

    • Postfachdaten, einschließlich E-Mail-Nachrichten, Kontakte und Kalenderelemente, werden zu den neuen cloudbasierten Postfächern migriert. Dieser Vorgang wird als Erstsynchronisierung bezeichnet.

  3. Nach der Erstsynchronisierung und der erfolgreichen Bereitstellung und Migration der Postfächer werden die Postfächer in der lokalen Exchange-Organisation und die entsprechenden cloudbasierten Postfächer alle 24 Stunden synchronisiert. Dieser Vorgang wird als inkrementelle Synchronisierung bezeichnet. Das bedeutet, dass alle an die Postfächer auf dem Exchange-Server gesendeten neuen Nachrichten in die entsprechenden cloudbasierten Postfächer kopiert werden. Die inkrementelle Synchronisierung wird fortgesetzt, bis der Administrator die gesamte Migration abschließt.

    Hinweis   Während der inkrementellen Synchronisierung werden Löschvorgänge in einem lokalen Postfach mit dem entsprechenden cloudbasierten Postfach synchronisiert. Dies bedeutet, dass, wenn ein Benutzer ein Element aus dem lokalen Postfach löscht, das zuvor zur Cloud migriert wurde, dieses aus dem cloudbasierten Postfach gelöscht wird.

  4. Wenn die Ausführung der Migration abgeschlossen ist, wird von Microsoft Exchange eine Status-E-Mail an den Administrator gesendet. Eine Migration ist abgeschlossen, wenn alle Migrationsanforderungen entweder abgeschlossen oder mit einem Fehler beendet wurden. Die Status-E-Mail enthält Links zu den folgenden CSV-Dateien:

    • MigrationErrors.csv, die Informationen zu jedem Postfach enthält, dessen Migration gescheitert ist.

    • MigrationStatistics.csv, die Informationen zur Anzahl der aus jedem lokalen Postfach migrierten Elemente enthält. Diese Datei enthält auch ein automatisch generiertes, aus 8 Zeichen bestehendes alphanumerisches Kennwort für jedes Postfach, das migriert wurde. Benutzer müssen dieses Kennwort zurücksetzen, wenn sie sich erstmals anmelden.

  5. Zusätzliche Migrationsbatches werden gestartet, falls erforderlich. Der Migrationsdienst lässt bereits migrierte lokale Postfächer, Kontakte oder Verteilergruppen aus.

  6. Nachdem alle Postfächer erfolgreich migriert wurden, aktualisiert der Administrator den MX-Eintrag der Organisation, damit dieser auf die cloudbasierte E-Mail-Organisation verweist. Die E-Mails werden dann direkt an die cloudbasierten Postfächer der Benutzer gesendet.

  7. Sobald die Änderung am MX-Eintrag verteilt wurde, schließt der Administrator den Migrationsvorgang ab. Von Microsoft Exchange werden die folgenden Aktionen durchgeführt, um die Migration abzuschließen:

    • Für alle Postfächer wird eine abschließende Synchronisierung durchgeführt. Anschließend werden an die lokalen Postfächer gesendete E-Mails nicht mehr in cloudbasierte Postfächer kopiert.

    • Nach Beendigung der Migration wird eine abschließende Status-E-Mail gesendet.

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Phasenweise Exchange-Migration

Als Alternative zu einer Exchange-Übernahmemigration können Sie mithilfe der E-Mail-Migration und einer CSV-Datei eine Teilmenge der lokalen Postfächer zur Cloud migrieren. Dieser Prozess wird als mehrstufige Exchange-Migration bezeichnet. Diese Migrationsart ermöglicht die kurz- oder langfristige Koexistenz zwischen den lokalen und cloudbasierten E-Mail-Organisationen. Dabei können Sie einige Postfächer in die Cloud migrieren, während die restlichen Postfächer in der lokalen E-Mail-Umgebung weiterbetrieben werden.

Hinweis   Mit der phasenweisen Exchange-Migration können Sie keine Migration von Exchange 2010-Postfächern durchführen. Außerdem ist diese Migrationsart in Microsoft Office 365 für Berufstätige und kleine Unternehmen nicht verfügbar.

Mithilfe einer phasenweisen Exchange-Migration können nur Benutzerpostfächer und Ressourcenpostfächer migriert werden. Andere Empfängertypen, beispielsweise Verteilergruppen, Kontakte und E-Mail-aktivierte Benutzer, werden mithilfe der Verzeichnissynchronisierung zu Office 365 migriert.

Wichtig   Um eine phasenweise Exchange-Migration zu verwenden, müssen Sie Benutzerobjekte aus dem lokalen Active Directory-Verzeichnisdienst zur cloudbasierten E-Mail-Organisation replizieren. Abhängig vom Organisationstyp müssen Sie ein Verzeichnissynchronisierungstool installieren und konfigurieren, bevor Sie eine phasenweise Exchange-Migration ausführen können:

Funktionsweise des phasenweisen Exchange-Migrationsvorgangs

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den phasenweisen Exchange-Migrationsvorgang. Schrittweise Anweisungen finden Sie unter Migrieren einer Teilmenge von Postfächern zur Cloud mit einer phasenweisen Exchange-Migration.

  1. Installieren und konfigurieren Sie OLSync oder DirSync für die cloudbasierte Organisation.

  2. Erstellen Sie eine CSV-Datei, die für jedes lokales Postfach, das Sie zur Cloud migrieren möchten, eine Zeile enthält. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten einer CSV-Datei für eine mehrstufige Exchange-Migration.

  3. Starten Sie eine neue Migration mit der E-Mail-Migration, und wählen Sie eine der folgenden Exchange-Migrationsarten aus:

    • Exchange 2007 und höher – Automatische Ermittlung der Verbindungseinstellungen mit der AutoErmittlung

    • Exchange 2003 und höher – Manuelles Festlegen von Verbindungseinstellungen

  4. Nachdem Sie die Verbindungseinstellungen zur lokalen Exchange-Organisation bereitgestellt haben, werden vom Migrationsdienst folgende Aktionen durchgeführt:

    • Die Verbindungseinstellungen zum lokalen Exchange-Server werden getestet

    • Es wird je nach Organisationstyp geprüft, ob OLSync oder DirSync aktiviert ist

    • Sie werden aufgefordert, eine CSV-Datei für die phasenweise Migration zu übermitteln

    • Es wird geprüft, ob für jeden Eintrag in der CSV-Datei ein E-Mail-aktivierter Benutzer in der cloudbasierten Organisation vorhanden ist

    • Der E-Mail-aktivierte Benutzer wird in ein Postfach konvertiert

    • Die Weiterleitung von E-Mails wird konfiguriert, indem die E-Mail-Adresse des cloudbasierten Postfachs in die Eigenschaft TargetAddress eingefügt wird

  5. Nach dem Erstellen und Konfigurieren der cloudbasierten Postfächer wird vom Migrationsdienst per E-Mail ein Bericht gesendet, in dem die erfolgreich erstellten cloudbasierten Postfächer aufgelistet sind. Ab diesem Zeitpunkt können Sie Benutzer auffordern, das neue cloudbasierte Postfach zu verwenden.

  6. Vom Migrationsdienst werden dann E-Mail-Nachrichten, Kontakte und Kalenderelemente aus den Exchange-Postfächern zu den entsprechenden cloudbasierten Postfächern migriert.

  7. Nach Beendigung der Datenmigration wird ein abschließender Bericht per E-Mail gesendet.

  8. Anschließend können zusätzliche Migrationsbatches und die dazugehörigen CSV-Migrationsdateien erstellt und gestartet werden, falls erforderlich.

  9. Nachdem alle lokalen Postfächer erfolgreich zur Cloud migriert wurden, können Sie den MX-Eintrag der Organisation aktualisieren, damit dieser auf die cloudbasierte E-Mail-Organisation verweist. Die E-Mails werden dann direkt an die cloudbasierten Postfächer der Benutzer gesendet.

  10. Sobald die Änderung am MX-Eintrag verteilt wurde, schließen Sie den Migrationsvorgang ab. Der Migrationsdienst führt die folgenden Schritte aus, um die Migration abzuschließen:

    • Alle Einträge, die sich auf die vorherige Migration beziehen, werden bereinigt.

    • Es wird geprüft, ob in der cloudbasierten Organisation E-Mail-aktivierte Benutzer den lokalen Postfächern entsprechen, die nicht zur Cloud migriert wurden, und eine Warnmeldung angezeigt.

    • Nach Beendigung der Migration wird eine abschließende Status-E-Mail gesendet.

IMAP-E-Mail-Migration

Mithilfe der E-Mail-Migration und einer CSV-Datei können Sie den Inhalt von Benutzerpostfächern aus einem IMAP-Messagingsystem zu cloudbasierten Postfächern migrieren. Dies ist für Organisationen eine effektive Möglichkeit, um von einem IMAP-Messagingsystem auf eine cloudbasierte E-Mail-Organisation umzustellen. Unterstützte IMAP-Server:

  • Courier-IMAP

  • Cyrus

  • Dovecot

  • UW-IMAP

  • Exchange 2000 Server oder frühere Versionen

  • Exchange 2003

  • Exchange 2007

  • Exchange 2010

Funktionsweise des IMAP-Migrationsvorgangs

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den IMAP-Migrationsvorgang. Schrittweise Anweisungen finden Sie unter Migrieren von E-Mail von einem IMAP-Server zu cloudbasierten Postfächern.

  1. Erstellen Sie für Benutzer Postfächer in der cloudbasierten Organisation. Weitere Informationen finden Sie unter:

  2. Erstellen Sie eine CSV-Datei, die für jeden Benutzer, dessen IMAP-Postfach Sie migrieren möchten, eine Zeile enthält. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten einer CSV-Datei zum Migrieren von E-Mails von einem IMAP-Server.

  3. Starten Sie mithilfe der E-Mail-Migration eine neue Migration, und wählen Sie den IMAP-Migrationstyp aus.

  4. Konfigurieren Sie die Migration:

    • Konfigurieren Sie die Einstellungen für die Verbindung mit dem IMAP-Server.

    • Wählen Sie die Ordner im IMAP-Messagingsystem aus, die von der Migration ausgeschlossen werden sollen, z. B. "Gelöschte Elemente" und "Junk-E-Mail" oder freigegebene und öffentliche Ordner.

    • Übermitteln Sie die CSV-Datei.

  5. Wenn Sie die Migration starten, werden von Microsoft Exchange folgende Aktionen durchgeführt:

    • Zunächst wird für jede Zeile in der CSV-Datei eine Migrationsanforderung erstellt. Jede Migrationsanforderung enthält den Benutzernamen und das verschlüsselte Kennwort für das Konto im IMAP-Messagingsystem.

    • Die Verarbeitung der Migrationsanforderungen wird gestartet. Dieser Teil des Vorgangs wird als aktive Postfachmigration oder als Erstsynchronisierung bezeichnet. Für jeden in der CSV-Datei aufgelisteten Benutzer werden die Nachrichten aus dem IMAP-Postfach in das entsprechende cloudbasierte Postfach kopiert, bis alle Postfachdaten migriert wurden. Von Microsoft Exchange werden bis zu N Migrationsanforderungen gleichzeitig verarbeitet, wobei N die maximale Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen ist, die der Administrator für die Migration festgelegt hat.

    • Dann werden die Migrationsanforderungen für alle in der CSV-Datei enthaltenen Benutzer verarbeitet.

  6. Nach der Erstsynchronisierung und der erfolgreichen Migration der Postfächer werden die Postfächer im IMAP-Messagingsystem und die entsprechenden cloudbasierten Postfächer alle 24 Stunden synchronisiert. Dieser Vorgang wird als inkrementelle Synchronisierung bezeichnet. Das bedeutet, dass alle an die Postfächer auf dem IMAP-Server gesendeten neuen Nachrichten in die entsprechenden cloudbasierten Postfächer kopiert werden. Die inkrementelle Synchronisierung wird fortgesetzt, bis der Administrator die gesamte Migration abschließt.

    Hinweis   Während der inkrementellen Synchronisierung werden Löschvorgänge in einem lokalen Postfach mit dem entsprechenden cloudbasierten Postfach synchronisiert. Dies bedeutet, dass, wenn ein Benutzer ein Element aus dem lokalen Postfach löscht, das zuvor zur Cloud migriert wurde, dieses aus dem cloudbasierten Postfach gelöscht wird.

  7. Wenn die Ausführung der Migration abgeschlossen ist, wird von Microsoft Exchange eine Status-E-Mail an den Administrator gesendet. Eine Migration ist abgeschlossen, wenn alle Migrationsanforderungen entweder abgeschlossen oder mit einem Fehler beendet wurden. Die Status-E-Mail enthält Links zu den folgenden CSV-Dateien:

    • MigrationErrors.csv, die Informationen zu jedem Postfach enthält, dessen Migration gescheitert ist. Der Administrator kann diese Fehler beheben und eine neue CSV-Datei übermitteln.

    • MigrationStatistics.csv, die Informationen zur Anzahl der aus jedem lokalen Postfach migrierten Elemente enthält.

  8. Anschließend können zusätzliche Migrationsbatches und die dazugehörigen CSV-Migrationsdateien erstellt und gestartet werden, falls erforderlich.

  9. Nachdem alle Postfächer erfolgreich migriert wurden, aktualisiert der Administrator den MX-Eintrag der Organisation, damit dieser auf die cloudbasierte E-Mail-Organisation verweist. Die E-Mails werden dann direkt an die cloudbasierten Postfächer der Benutzer gesendet.

  10. Sobald die Änderung am MX-Eintrag verteilt wurde, schließt der Administrator den Migrationsvorgang ab. Von Microsoft Exchange werden die folgenden Aktionen durchgeführt, um die Migration abzuschließen:

    • Für alle Postfächer wird eine abschließende Synchronisierung durchgeführt. Anschließend werden E-Mails, die an das Postfach im IMAP-Messagingsystem gesendet wurden, nicht mehr in cloudbasierte Postfächer kopiert.

    • Nach Beendigung der Migration wird eine abschließende Status-E-Mail gesendet.

Hinweis   Anstatt Postfachelemente mithilfe einer IMAP-Migration zu Cloudpostfächern zu migrieren, kann das Microsoft Exchange PST Capture-Tool verwendet werden. Mit PST Capture können Sie PST-Dateien auf Computern in Ihrer lokalen Organisation suchen und sammeln und anschließend in die Cloudpostfächer importieren. PST Capture kann auch verwendet werden, um PST-Dateien in lokale primäre oder Archivpostfächer zu importieren. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Exchange PST Capture (möglicherweise in englischer Sprache).

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Vergleichen der Migrationsarten

Welche Migrationsmethode ist für Ihre Organisation richtig? Dies hängt von der vorhandenen E-Mail-Organisation, der Anzahl der zu migrierenden Postfächer und davon ab, ob Postfächer in der lokalen Organisation verwaltet werden sollen.

Anhand folgender Tabelle können Sie entscheiden, was für Ihre Bereitstellung geeignet ist.

 

Vorhandene Organisation Anzahl der zu migrierenden Postfächer Sollen Postfächer in der lokalen Organisation verwaltet werden? Bereitstellungsoption

Exchange 2010, Exchange 2007 oder Exchange 2003

Weniger als 1.000 Postfächer

Nein

Exchange-Übernahmemigration

Exchange 2007 oder Exchange 2003

Kein Maximum

Ja

Phasenweise Exchange-Migration oder Hybridbereitstellung

Exchange 2010

Mehr als 1.000 Postfächer

Nein

Hybridbereitstellung

Exchange 2010

Mehr als 1.000 Postfächer

Ja

Hybridbereitstellung

Office 365 für Berufstätige und kleine Unternehmen

Weniger als 50 *

Nicht zutreffend **

Exchange-Übernahmemigration

Live@edu

Kein Maximum

Ja

Phasenweise Exchange-Migration oder IMAP-E-Mail-Migration

Exchange 2000 Server oder frühere Versionen

Kein Maximum

Ja

IMAP-E-Mail-Migration

Exchange-fremdes lokales Messagingsystem

Kein Maximum

Ja

IMAP-E-Mail-Migration

* Office 365 für Berufstätige und kleine Unternehmen unterstützt maximal 50 Benutzerpostfächer.

** Office 365 für Berufstätige und kleine Unternehmen unterstützt keine Verzeichnissynchronisierung, die zum Verwalten von Postfächern in der lokalen Organisation erforderlich ist.

Was ist eine Hybridbereitstellung?

Falls Sie Office 365 für Unternehmen ausführen und Ihr langfristiges oder kurzfristiges Ziel darin besteht, Postfächer sowohl in Ihrer lokalen Organisation als auch in der Cloud zu betreiben, können Sie Exchange Online in Ihrer lokalen Organisation mithilfe einer so genannten Hybridbereitstellung bereitstellen. Bei einer Hybridbereitstellung gelten die Messagingfunktionen nahtlos für die gesamte lokale Bereitstellung und die Cloudbereitstellung. Zu den Funktionen einer Hybridbereitstellung zählen:

  • Verschieben von lokalen Postfächern in die Cloud mit dem Postfachreplikationsdienst

  • E-Mail-Routing zwischen der lokalen und cloudbasierten Organisation

  • Einheitliche globale Adressliste, auch als "freigegebenes Adressbuch" bezeichnet

  • Austausch von Frei/Gebucht- und Kalenderinformationen zwischen der lokalen und cloudbasierten Organisation

  • Nachrichtenverfolgung, E-Mail-Infos und Suche in mehreren Postfächern in der lokalen und cloudbasierten Organisation

Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Hybridbereitstellung und -Migration mit Office 365.

 
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